Meine Meinung vorweg:
Portokosten sind natürlich ein Teil des Geschäfts, aber ich ärgere mich über die unangemessenen “Porto- und Versandkosten” einiger eBayanern und anderen online-Anbietern. Sie verdienen durch den Verkauf und nicht durch den Verpackungsaufwand. Wenn sie nicht verkaufen würden, hätten sie keinen Verpackungsaufwand...
Inzwischen schlage ich keine Verpackungs- oder Extrakosten mehr drauf. Der Grund ist schnell erklärt: ich benutze größtenteils gebrauchte Umschläge fast aller Art. Es gibt viele Möglichkeiten, an Verpackungsmaterial ohne viel Aufwand und legal ranzukommen. Wie, bleibt deiner Fantasie überlassen...
Gut - Händler haben durchaus Verpackungsaufwand. Teilweise müssen sie sogar jemanden einstellen, der den ganzen Tag einpackt, verpackt, sortiert, wegbringt, verwaltet etc. In diesem Fall entscheidest du, ob du die Mehrkosten tragen willst.
Und dann bleibt noch der Punkt "Verführung".
Viele Artikel sind bei eBay wesentlich günstiger als im Handel. Daher nehmen die Käufer die hohen Versandkosten in Kauf, weil die Summe des Auktionspreises plus Versandkosten immer noch niedriger ist, als der Artikel im Laden kosten würde. Wegen dieser Verführung werden die Verkäufer in ihrer Versandkostenpolitik bestärkt und machen munter weiter.
Die gelben Kästen beinhalten die regulären Versandkosten für Büchersendungen und Päckchen/Pakete der Deutschen Post AG und von anderen Anbietern (DHL, Hermes) ohne Aufpreis.
innerhalb Deutschland:
| Büchersendung |
bis |
50gr |
- |
0,60 |
Euro |
| Büchersendung |
bis |
500gr |
- |
0,85 |
Euro |
| Büchersendung |
bis |
1.000gr |
- |
1,40 |
Euro |
| Päckchen (DHL) |
bis |
2.000gr |
- |
4,10 |
Euro |
| Paket (Hermes) |
bis |
25.000gr |
- |
3,80/4,30 |
Euro |
| Paket |
bis |
25.000gr |
- |
5,90 |
Euro |
| Paket |
bis |
25.000gr |
- |
8,90 |
Euro |
Pakete/Päckchen verschicke ich meistens via
Hermes (ein Unternehmen des Otto-Konzerns).
Das Gewicht gilt immer bis 25 Kilo, nur der Umfang kann variieren.
Daher die unterschiedlichen Tarife.
Inzwischen muss sich Hermes der allgemeinen Lage anpassen und somit auch die Preise. Die kleine Unterscheidung der Päckchengröße lenkt inzwischen nicht mehr von der konstanten Anpassung an DHL ab. Diese Fummelei ist unnötig, verwirrt nur Gelegenheitskunden und schreckt sie sowohl kurz- als auch langfristig ab.
innerhalb Europa (nur Land):
| Büchersendung |
bis |
|
- |
3,00 |
Euro |
| Büchersendung |
bis |
1.000gr |
- |
5,50 |
Euro |
| Büchersendung |
bis |
2.000gr |
- |
11,00 |
Euro |
| Paket (Hermes) |
nach |
Umfang/Gewicht |
- |
9,90-36,00 |
Euro |
Wer es genauer will:
innerhalb Deutschland
Büchersendung bis 500 Gramm 0,85 Euro
Büchersendung bis 1000 Gramm 1,40 Euro
Brief bis 500 Gramm und bis 2cm dick 1,45 Euro
Brief bis 1000 Gramm und bis 5cm dick 2,20 Euro
Brief bis 2000 Gramm und bis 5cm dick 4,40 Euro
Hermes-Päckchen ab 1000 Gramm 4,00 Euro
innerhalb der EU
Büchersendung bis 500 Gramm 3,00 Euro
Büchersendung bis 1000 Gramm 5,50 Euro
Büchersendung bis 2000 Gramm 11,00 Euro
Brief bis 500 Gramm und bis 2cm dick 3,45 Euro
Brief bis 1000 Gramm und bis 5cm dick 7,20 Euro
Brief bis 2000 Gramm und bis 5cm dick 16,90 Euro
DHL-Päckchen bis 2000 Gramm 8,90 Euro
Hermes-Päckchen ab 1000 Gramm 9,90 Euro (bis 30 cm) oder
Hermes-Päckchen ab 1000 Gramm 13,90 Euro (bis 50 cm)
weltweit
Büchersendung bis 500 Gramm 3,00 Euro
Büchersendung bis 1000 Gramm 5,50 Euro
Büchersendung bis 2000 Gramm 11,00 Euro
Brief bis 500 Gramm und bis 2cm dick 3,45 Euro
Brief bis 1000 Gramm und bis 5cm dick 7,00 Euro
Brief bis 2000 Gramm und bis 5cm dick 16,90 Euro
DHL-Paket bis 2000 Gramm 15,90 Euro
DHL-Paket bis 5000 Gramm 36,00 Euro
Was:
Jeder kann
Bücher, Romanhefte, Comics, Piccolos, Broschüren, Magazine, Notenblätter, Landkarten und Blätter, die irgendwie zusammengeheftet oder zusammengeklebt sind, als Büchersendung verschicken.
Wichtiger Tipp:
Büchersendungen sind sogenannte “offene” Sendungen.
Sie dürfen also zu Prüfzwecken von der Post geöffnet werden.
Die einfachste Variante ist ein Briefumschlag mit Musterbeutelklammer.
Eine clevere Variante ist das Versenden in einer stabilen Klarsichthülle, sodass jeder erkennen kann, was drin ist. Diese Klarsichthülle darf dann auch richtig zugeklebt werden.
Adressaufkleber drauf - fertig.
Es gibt auch DIN-Vordrucke, auf denen steht
"darf zu Prüfzwecken geöffnet werden".
Dies sind Standards, die allerdings nicht immer umgesetzt werden.
Ich möchte das nicht bagatellisieren, aber wer schaut schon nach.
Und selbst wenn - hast du was zu verbergen?
Aber:
Wenn z. B. ein Buch noch OVP (Originalverpackt) ist, darf es theoretisch nicht in einem zusätzlichen Umschlag (Briefumschlag oder Polstertasche) als offene Büchersendung verschickt werden, weil das Buch selbst nicht offen ist.
Bürokratie...
Hier empfiehlt sich die clevere Variante.
Schutzhülle:
Manchmal empfiehlt es sich, das Schickgut aus Schutzgründen zusätzlich in eine Plastik-Hülle einzupacken.
Diese Hülle darf allerdings nicht rundherum zugeklebt werden, da es sonst als OVP gilt...
Eine Seite muss also irgendwie offen sein.
Es sei denn, du wählst - mal wieder - die clevere Variante.
Bitte nicht knicken:
Grundsätzlich halten sich die Postzustellbeamten daran.
Wer sicher gehen will, kann gerne das Schickgut durch Pappe oder Karton verstärken.
Diese Verstärkungsutensilien gibt es überall kostenlos.
Empfohlene Aufschrift:
“Bitte nicht knicken und/oder in den Briefkasten pressen”.
Wann ist zugestellt?
Klar - wenn im Kasten, oder übergeben, dann zugestellt.
Besonderheiten:
Manchmal passt die Sendung wirklich nicht in den Briefkasten. Dann bekommt der Empfänger (also du) eine
Benachrichtigungskarte mit der Aufforderung, die Büchersendung beim Nachbarn oder bei der Postfiliale deines vertrauens (sprich: die nächstgelegene) abzuholen. Exotisch ist die Ablage auf dem Briefkasten.
Was ist aber, wenn weder noch?
Die Post hat auch für Büchersendungen Auslieferungslisten, auch bei Frachtpost. Das kommt durch das Identlabel. Es ist also nachprüfbar wann die Sendung ausgeliefert wurde. Somit hast du eine Chance auch bei Frachtpost den Weg zurückverfolgen zu lassen.
Denke immer daran, dass du der Versender und somit der Profi der Zustellgestaltung bist. Je besser die Vorbereitung, desto besser die Zustellung.
Dennoch gilt:
Büchersendungen sind unversichert.
Falls die Sendung beschädigt ankommen sollte, gibt es keinen Schadenersatz.
Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte eine sicherere Versandart wählen. Dazu zählt natürlich nicht der Brief, sondern das Päckchen, bzw. Paket.
Dauer:
Büchersendungen sind länger unterwegs als Briefe oder Pakete,
da sie als Frachtpost gelten.
Sie sollten auch nicht in den Briefkasten geworfen werden, da sie sonst noch länger unterwegs sind. Frachtpost sollte grundsätzlich am Postschalter abgegeben werden.
Wenn der/die Postbeamte(in) die Sendung annimmt, bist du fast immer auf der sicheren Seite (Größe, Gewicht, “offen” etc.).
Büchersendungen in das europäische Ausland dauern manchmal bis zu drei Wochen. Warum? Keine Ahnung...
Büchersendungen “Welt” dauern bis zu sechs Wochen.
Warum? Die Postzustellbeamten müssen viel rudern...
Ich empfehle, nach einer gewissen Zeit beim Empfänger nachzufragen, ob und wie die Sendung angekommen ist.
Hinweis:
Ich habe diese Angaben mit bestem Wissen und Gewissen gemacht.
Bisher ist bei mir (zum Glück?) nur ein Schadensfall bzw. Verlust eingetreten.
Was tun?
Auch wenn es manchmal schwer fällt - rede mit dem Postzustellbeamten!
Dennoch kann ich keine Garantie der sicheren Zustellung mittels Büchersendungen übernehmen. Das macht nicht mal die Post selbst...
Jeder Absender ist für die sichere Zustellung des Schickgutes verantwortlich und sollte sich deshalb immer beim Empfänger rückversichern, ob die Büchersendung wirklich gewünscht, bzw. akzeptiert wird.
Noch drei Tipps:
Wenn du viele Büchersendungen hast, schaffe dir einen Vorrat an 0,85er und 0,55er Marken an. Bis 500 Gramm gilt 85 Cent und ab 501 Gramm gilt 140 Cent.
Aha...
Bei dem Vorrat kannst du variieren. 85 Cent plus 55 Cent ergibt 140 Cent... Somit sind fast alle Büchersendungen duch deinen Vorrat abgedeckt...
Aha!
Und falls Flaute bei Büchersendungen herrscht,
kannst du die 55-Cent-Marken für andere Briefe verwenden.
Inzwischen besorge ich mir einen Vorrat an 0,75er und 0,10er Marken (anstatt 0,85er). Mit diesen kannst du super bis 2,20 variieren, ohne dabei zu sehr mit 2,20er in Vorleistung gehen oder jede Menge 0,55er kaufen zu müssen.
Wenn du Zuhause die Marken passend aufklebst und die Schlange am Schalter mal wieder bis zur Eingangstür steht, kannst du mit Höflichkeit und einem Augenzwinkern an der Schlange vorbei laufen und dem strategisch nächsten Postangestellten die Sendung mit dem gemurmelten Hinweis "ist alles fertig" direkt in die Hand drücken und die Filiale schnellstens verlassen.
Nur Mut! Keiner wird dich anschreien....
Die anderen Anstehenden sind viel zu baff um zu reagieren und trauen sich praktisch nie, dich "anzumeckern". Und selbst wenn - gib die Ratschläge weiter....
Viel zu viele Postkunden stehen unnötig an, weil sie nicht wissen, wieviel ihre Sendung kostet oder kein passendes Kleingeld haben.
Wenn du eine Stamm-Postfiliale hast, klebe auf jede Sendung einen individuellen Aufkleber. Egal welchen.
Der Postbeamte wird dich nach relativ kurzer Zeit mit Namen ansprechen und dich dann auch schneller "abarbeiten".
Zu guter Letzt:
Viel Erfolg und viel Ausgangspost!
Wenn du mir eine email schicken willst,
klicke einfach auf Micky.
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